Konzept

Feedback nutzen und Lernen planen: Mindsteps basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen über den Nutzen kompetenzorientierter Rückmeldungen.

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Lernen beobachten

Lernfortschritte von der 3. bis zur 9. Klasse aufzeigen

Die Einschätzung des aktuellen Lernstands und die mentale Begleitung des Lernens von den Schülerinnen und Schülern sind wichtige Merkmale des erfolgreichen Lernens. Schülerinnen und Schüler beobachten das Lernen und übernehmen dafür Verantwortung. Lehrerinnen und Lehrer verfolgen das Lernen aus Schülersicht. Rückmeldungen über Lernfortschritte unterstützen die Schülerinnen und Schüler in ihrem Lernen und die Lehrerinnen und Lehrer in ihrem Handeln (John Hattie, 2009: Visible Learning). Die Rückmeldungen werden sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für die ganze Klasse ausgewiesen.

Das Lernen planen

Feedback nutzen und Schüler motivieren

Mindsteps führt zu kompetenzorientiertem Feedback, das für die Planung des Lernens genutzt wird. Algorithmen berechnen aufgrund von gelösten Aufgaben, über welches Wissen und Können Schülerinnen und Schüler verfügen und welche Kompetenzen idealerweise als Nächstes vermittelt und gelernt werden. Lernfortschritte werden über die Zeit hinweg festgehalten, sodass Schülerinnen und Schüler die drei elementaren Fragen für erfolgreiches Lernen beantworten können: Wo will ich hin? Wie komme ich dorthin? Was kommt als Nächstes? (John Hattie und Helen Timperley, 2007: The Power of Feedback).

Kompetenzprofil erstellen

Kompetenzen nach dem Lehrplan 21 ausweisen

In der Schule bedeutet Kompetenzorientierung, dass der Blick für Lernfortschritte geschärft wird. Ein kompetenzorientierter Unterricht lässt erkennen, was gelernt werden soll, und entspricht dem individuellen Lernstand der Schülerinnen und Schüler. Das Lösen von Aufgaben am Computer bietet die Möglichkeit, den kumulativen Aufbau von spezifischen Kompetenzen und die Lernergebnisse sichtbar zu machen. Mit Mindsteps lassen sich die im Lehrplan 21 aufgeführten Kompetenzen überprüfen und die Ergebnisse in einem Kompetenzprofil abbilden.

Lernen personalisieren

Adaptiv lernen und prüfen

Das Lösen der Aufgaben am Computer ermöglicht ein adaptives Lernen und Prüfen. Adaptives Lernen und Prüfen bedeutet, dass den Schülerinnen und Schülern Aufgaben vorgelegt werden, die ihrem Lernstand entsprechen. Aufgabenserien können für die ganze Klasse zusammengestellt oder für einzelne Schülerinnen und Schüler personalisiert werden. Adaptives Lernen und Prüfen führt zu Rückmeldungen, die aufzeigen, auf welcher Kompetenzstufe sich eine Schülerin oder ein Schüler befindet und was als Nächstes kommt. Diese Informationen können zur Unterstützung des selbstorganisierten Lernens genutzt werden.

Wirkungen überprüfen

Förderorientiert beurteilen

Die Nutzung eines unabhängigen Feedbacks über den Lernstand der Klasse und der Schülerinnen und Schüler unterstützt eine faire und förderorientierte Beurteilung. Die Wirkung von Unterricht und Lernen lässt sich mittels eines normierten Instruments nachweisen und durch kalibrierte Aufgaben illustrieren. Wer über eine bestimmte Kompetenz verfügt, kann entsprechende Aufgaben mit ausreichender Sicherheit lösen. Die Erfassung des Lernstands anhand von Aufgaben zum Lehrplan 21 lässt sich für das kompetenzorientierte Lernen sowie für die förderorientierte Beurteilung nutzen.

Lehren und Lernen unterstützen

Digitale Technologien nutzen

Mindsteps liegt ein mathematisches Modell der probabilistischen Testtheorie (Item Response Theorie) zugrunde. Dadurch lassen sich ...

  1. der kumulative Aufbau des Wissens mit einer grossen Anzahl an kalibrierten Aufgaben abbilden (25'000 Aufgaben);
  2. Lernstand und Lernfortschritt auf einer metrischen Kompetenzskala ausweisen (von 200 bis 1200 Punkten);
  3. Rückmeldungen zwischen Schülerinnen und Schülern und Klassen sowie über die Zeit hinweg vergleichen (von der dritten Klasse der Primarschule bis zur dritten Klasse der Sekundarstufe I);
  4. die Aufgaben entsprechend den Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler auswählen.

Mindsteps nutzt die digitale Technologie im Wissen darum, dass technische Hilfsmittel das professionelle Handeln von Lehrpersonen und deren Leidenschaft nicht ersetzen, aber in mancher Hinsicht unterstützen können.

Forschung zu Mindsteps

Wissenschaftliche Publikationen herunterladen

2019
Berger, S. (2019). Implementation and validation of an item response theory scale for formative assessment. Enschede: University of Twente. doi: 10.3990/1.9789036547932

Berger, S., Verschoor, A. J., Eggen, Theo J. H. M., & Moser, U. (2019). Efficiency of targeted multistage calibration designs under practical constraints: A simulation study. Journal of Educational Measurement, 56 (1), 121–146. doi: 10.1111/jedm.12203

Berger, S., Verschoor, A. J., Eggen, Theo J. H. M., & Moser, U. (2019). Improvement of measurement efficiency in multistage tests by targeted assignment. Frontiers in Education, 4, 1. doi: 10.3389/feduc.2019.00001

Helbling, L. A. & Tomasik, M. J., & Moser, U. (2019). Long-term trajectories of academic performance in the context of social disparities: Longitudinal findings from Switzerland. Journal of Educational Psychology. 10.1037/edu0000341

Verschoor, A. V., Berger, S., Moser, U., & Kleintjes, F. (2019). On-the-fly calibration in computerized adaptive testing. In B. Veldkamp & C. Sluijter (Eds.), Theoretical and practical advances in computer-based educational measurement (pp. 307-323). Cham, CH: Springer Open. doi: 10.1007/978-3-030-18480-3_16

2018
Imlig, F., & Ender, S. (2018). Towards a national assessment policy in Switzerland: Areas of conflict in the use of assessment instruments. Assessment in Education: Principles, Policy & Practice, 25, 272-290. doi: 10.1080/0969594X.2017.1390439

Tomasik, M. J., Berger, S., & Moser, U. (2018). On the development of a computer-based tool for formative student assessment: Epistemological, methodological, and practical issues. Frontiers in Psychology, 9, 2245. doi: 10.3389/fpsyg.2018.02245

Tomasik, M. J., Napolitano, C. M., & Moser, U. (2018). Trajectories of academic performance across compulsory schooling and thriving in young adulthood. Child Development. doi: 10.1111/cdev.13150

2017
Moser, U., Bayer, N., & Tomasik, M. J. (2017). Language skill transfer effects: Moving from heritage language to school language in kindergarten. In R. Berthele & A. Lambelet (Eds.), Heritage and school language literacy development in migrant children: Interdependence or independence? (pp. 119-140). Bristol, UK: Multilingual Matters.

Moser, U., Oostlander, J., & Tomasik, M. J. (2017). Entwicklung während der obligatorischen Schulzeit: Soziale Ungleichheiten in Leistungszuwächsen und Übertrittswahrscheinlichkeiten. In M. P. Neuenschwander & C. Nägele (Hrsg.), Bildungsverläufe von der Einschulung in die Erwerbstätigkeit: Theoretische Ansätze – Befunde – Beispiele (S. 59-77). Wiesbaden: Springer.

Sermier Dessemontet, R., de Chambrier, A.-F., Martinet, C., Moser, U., & Bayer, N. (2017). Exploring phonological awareness skills in children with intellectual disability. American Journal on Intellectual and Developmental Disability, 122, 476-491. doi: 10.1352/1944-7558-122.6.476

2016
Moser, U. (2016). Kompetenzorientiert – adaptiv – digital. Adaptives Lernen und Testen für eine zeitgemässe Evaluation des Lernfortschritts im Schulunterricht. In A.-W. Scheer und C. Wachter (Hrsg.), Digitale Bildungslandschaften (S. 327-339). Saarbrücken: IMC AG.

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